Mit Software lässt sich ein Fertighaus planen
Ein Fertighaus planen ist eine umfangreiche Angelegenheit, bei der sehr viel Fachwissen und Kompetenzen nötig sind. Als Alternative dazu steht die Verwendung einer Planungssoftware.
Wer ein Fertighaus planen möchte, der malt sich schon im Kopf aus, wie dieses Haus auszusehen hat. Und er denkt nicht daran, ob beispielsweise das Dach in der gewünschten Form auch die benötigte Kompatibilität aufweist. Der Vorteil bei einem Fertighaus ist die vorgegebene Rohform, die von einer Baufirma schlüsselfertig aufgebaut wird, sodass der Bauherr nur noch einziehen muss. Die einzelnen Komponenten des Fertighauses werden dazu in einer Fabrik vorgefertigt.
Aber wie auch bei einem Hausbau vor Ort, bei dem Stein auf Stein gemauert wird, muss man das Fertighaus planen. Das heißt, dass einzelne Komponenten wie die Fenster, die Türen und Treppen aufeinander abgestimmt werden müssen. Für diese Abstimmung sind hohe mathematische und bautechnische Kenntnisse nötig, die meist nur ein Architekt besitzt. Aber es gibt dank moderner Computertechnologie auch die Möglichkeit, mit einer Software die Planung des Fertighauses zu simulieren. Diese Software verfügt über eine Datenbank, in der alle Bauteile in Maßen und Attributen hinterlegt sind. Somit ist die Verwendung der Software ein Leichtes. Der Benutzer gibt lediglich die Abmaße des Grundrisses an und kann im Folgenden die Komponenten, wie Wände, Fenster oder Türen einfach per „Drag-and-Drop-Verfahren" seinem Planhaus hinzufügen. Die Darstellung der Komponenten erfolgt in einer dreidimensionalen Umgebung. Somit sieht der Anwender aus verschiedenen Perspektiven sein Fertighaus. Auch ist es dank der Software möglich, einen Rundgang durch das geplante Fertighaus zu machen. Der Besitzer hat bei dieser Simulation die Möglichkeit, die Kameraperspektive so zu bewegen, als würde er zu Fuß durch das Haus laufen. So soll ein erster Umgebungseindruck vermittelt werden.
Aber die Software hat auch einen bautechnischen Vorteil. Es können Planungsfehler auftreten, die das Programm schon durch eine Funktion abblockt. Beispielweise betrachtet man den Einbau einer Tür bei der Planungssoftware. Während man die Tür per Mausklick einer Wand zuordnet, überprüft das Programm im Hintergrund, ob sie sich öffnen lässt oder ob bei der Öffnung Hindernisse wie Treppen oder geplante Abflussrohre im Weg sind.
21.12.2010