Ein elektrischer Rollstuhl erhöht die eigene Mobilität
Unfälle und schwere Erkrankungen können dazu führen, dass die Mobilität eingeschränkt wird und ein eigenständiges Laufen, auf Dauer oder auch nur vorübergehend, nicht mehr möglich ist.
Wer sich, ob vorübergehend oder auf Dauer, nicht mehr auf den Einsatz seiner eigenen Beine verlassen kann, benötigt zur Fortbewegung medizinische Hilfsmittel. Es ist also notwendig, über die Anschaffung eines Rollstuhls nachzudenken. Rollstühle gibt es auch mit einem elektrischen Antrieb. Um sich die eigene Selbstständigkeit bei der Fortbewegung zu erhalten, ist also die Anschaffung eines elektrisch betriebenen Rollstuhls in Erwägung zu ziehen.
Eine Nachfrage bei der Krankenkasse kann Aufschluss darüber geben, ob dem Patienten ein Rollstuhl zur Verfügung gestellt wird. Dieser wird aber in der Regel nicht über einen elektrischen Antrieb verfügen. Die Anschaffung eines elektrisch betriebenen Rollstuhls muss der Versicherte also selbst übernehmen. Auf dem Markt gibt es viele unterschiedliche Anbieter. Auf jeden Fall muss eine „Probefahrt“ mit dem neuen Fortbewegungsmittel möglich sein. Schließlich muss der Patient sichergehen, dass er mit dem Rollstuhl und seinem elektrischen Antrieb auch alleine zurechtkommt. Bei der Anschaffung muss also auch eine genaue Einweisung erfolgen, wie der Antrieb und die Steuerung zu handhaben sind. Die meisten Rollstühle der neueren Generation lassen sich mit einem Hebel steuern, der an den Joystick unserer Computerspiele erinnert. Gerade ältere Personen, die sich mit der neuesten Technik nicht so gut auskennen, werden eine gewisse Gewöhnungsphase benötigen, bis sie Antrieb und Steuerung so perfekt beherrschen, dass sie mit ihrem Stuhl allein unterwegs sein können.
Während es für die Fortbewegung in der Wohnung nicht unbedingt notwendig wäre, einen solchen elektrisch betriebenen Rollstuhl zu verwenden, ist es für den Außenbereich aber doch eine erhebliche Erleichterung. Es fördert die Selbstständigkeit der behinderten Person. Einkäufe können wieder selbst erledigt werden und auch der Weg zum Arzt ist ohne Begleitung und fremde Hilfe möglich. Damit erhöht sich die Teilhabe am öffentlichen Leben und das Leben kann weitergehen. Es kann wieder am Leben teilgenommen werden ohne große Einschränkungen oder ständiges Erfragen nach Hilfe. Das ist ein großer Vorteil.
09.07.2010