Steueroptimierte Fonds steigern die Anlagerendite
Die Besteuerung von Einkünften aus Kapitalvermögen und Kursgewinnen ist immer mehr zulasten der Anleger ausgestaltet worden. Einige Fonds sind darauf ausgerichtet, die steuerliche Belastung zu beschränken.
Investmentfonds sind schon länger eine beliebte Kapitalanlageform und haben eine große Verbreitung gefunden. Die Fonds sammeln das Geld ihrer Anleger und investieren es, je nach Ausrichtung des einzelnen Fonds, an den Kapitalmärkten im In- und Ausland. Wesentliche Anlageschwerpunkte der Fonds liegen in den Bereichen Aktien, festverzinsliche Wertpapiere und Immobilien. Die Anleger können je nach Renditeziel und Risikobereitschaft einen passenden Fonds zur Anlage auswählen und in diesen mit regelmäßigen, kleinen Sparraten investieren oder auch für einen größeren Betrag einmalig Anteile erwerben. Mit jährlichen Ausschüttungen, welche die meisten Fonds vornehmen, und eventuellen Steigerungen der Anteilspreise erzielen die Anleger schließlich eine Rendite auf ihr eingebrachtes Kapital.
Diese Rendite muss unter Umständen noch versteuert werden, was das endgültige Ergebnis der Kapitalanlage noch einmal deutlich schmälern kann. Ein Umstand, der nicht nur die Besitzer großer Vermögen betrifft, sondern auch für Kleinsparer bedeutsam werden kann. Deren Sparerfreibeträge sind in den letzten Jahren durch den Staat stetig reduziert und jüngst in einen Sparerpauschbetrag umgewandelt worden. Dieser entspricht zwar in der Summe noch dem alten Freibetrag, aber hier werden nun auch durch Verkauf erzielte Kursgewinne und ausgeschüttete Dividenden aus Aktien, Fonds oder Genossenschaftsanteilen in vollem Umfang angerechnet. Mit dieser Neuregelung werden vermehrt auch gewöhnliche Kleinsparer vor die Frage gestellt, wie sie ihre Geldanlage unter steuerlichen Gesichtspunkten optimieren können.
Steueroptimierte Investmentfonds boten hier zunächst eine Lösung an, indem sie steuerfreie Erträge aus Kursgewinnen erwirtschafteten, statt steuerpflichtige Erträge aus Zinsen und Dividenden auszuweisen. Die mittlerweile eingeführte Abgeltungssteuer auf Kursgewinne hat den Schwerpunkt dieser Investmentfonds dann noch einmal verschoben, sodass sie nunmehr meist als geschlossene Beteiligungen oder Sachwertfonds zu finden sind. Deren Erträge werden als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung oder Gewerbebetrieb besteuert und vor allem Schiffsfonds bleiben nahezu steuerfrei.
09.07.2010