Grundstück finanzieren - Hinweise zur Fehlervermeidung

Die Finanzierung eines Grundstückes sollte zu mindestens einem Drittel aus Eigenkapital bestehen. Bei der restlichen Kaufabdeckung mit einem Darlehen empfiehlt sich ein akribischer Vergleich der Angebote.

Um ein Haus zu bauen, ist der Kauf eines Grundstückes mit die wichtigste Voraussetzung. Die Preise für Baugrund sind jedoch stark gestiegen und eine Finanzierung ist aus diesem Grund oft nicht zu umgehen. Um sich richtig abzusichern und eine hohe Verschuldung auszuschließen, sollte die Finanzierung aus mehreren Bausteinen bestehen. Ein gewisses Eigenkapital ist unumgänglich. Ohne Eigenkapital gewährt kaum ein Finanzinstitut einen Kredit. Das Eigenkapital sollte so hoch sein, dass vor allem die beim Kauf direkt anfallenden Kosten, wie eine Eintragung im Grundbuch und Notarkosten für den Grundstückskauf, beglichen werden können.

Das Darlehen der Bank bildet eine weitere Säule beim Grundstück-Finanzieren. Ein Großteil der Banken vergibt keinen Kredit ohne eine Absicherung. Diese besteht meist aus einer Grundschuld, die auf das Grundstück aufgenommen und ebenfalls ins Grundbuch eingetragen wird. Kann der Schuldner seine Raten nicht bezahlen, geht das Grundstück somit in den Besitz der Bank über und kann zwangsversteigert werden. Durch einen Vergleich der angebotenen Darlehen kann der Käufer viel Geld sparen. Besonders beim effektiven Jahreszins gibt es hier starke Schwankungen. Ein variabler Zinssatz bietet die Möglichkeit einer schnelleren Tilgung. Auch wenn Angebote mit einer Zinsbindung auf den ersten Blick günstiger erscheinen, wird hier ein genauer Vergleich durchaus empfohlen. Eine flexible Grundstücksfinanzierung kann bei späteren Bauvorhaben deshalb von Vorteil sein, weil hierbei, anders als bei der Zinsbindung, auch während der Laufzeit eine Umorientierung zu anderen Geldinstituten möglich ist.

Da der Erwerb eines Grundstückes nur der erste Teil eines Bauvorhabens ist, das weitere Kosten nach sich zieht, ist hier die richtige Planung der Finanzierung oft Grundstein für den weiteren Bauverlauf. Wer bereits bei der Finanzierung des Grundstückes eine falsche Entscheidung trifft, gefährdet damit auch alle weiteren Schritte, die für den Hausbau notwendig sind. Umso wichtiger ist es, die Darlehensangebote genau zu überprüfen und eine Zinsbindung zu umgehen.

10.01.2011